Status Quo Seidenstraßenprojekte in Niedersachsen

Die durch die chinesische Regierung vorangetriebene Strategie „One Road One Belt“ findet ihren Niederschlag in den sogenannten Seidenstraßenprojekten. Darunter werden vorrangig Güterzüge verstanden, die chinesische Wirtschaftszentren (vor allem in Zentralchina) mit im Westen gelegenen Wirtschaftszentren verbinden. Es gibt unterschiedliche Wege und Destinationen, auf denen die Güter per Zug zwischen China und Europa transportiert werden, bisher jedoch noch keine Destination, die mit Niedersachsen verbunden ist.

Für eine notwendige Profilierung und Positionierung Niedersachsens in diesem Marktsegment wurde LNC vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung beauftragt Chancen, Risiken und Potenziale der heutigen und künftigen Seidenstraßenprojekte zu analysieren. Darüber hinaus sollten realisierbare Marktpotenziale identifiziert und Anforderungsprofile niedersächsischer Stakeholder aufgezeigt werden.

Die Analyse hat gezeigt, dass Niedersachsen über geeignete Standorte/Akteure verfügt, um künftig in Projekte der Seidenstraße eingebunden zu werden. Grundvoraussetzung dafür ist aber eine „Kritische Masse“ über Gewinnung geeigneter Partner und Kunden sowie eine Bündelung von niedersächsischen Potenzialen (Standorte, Mengen, Leistungen), wofür geeignete Plattformen geschaffen werden müssen und ein gezieltes Standortmarketing erforderlich ist.

Bild: © China Brilliant