Potenzialanalyse/Nutzungskonzept Hafen Spelle-Venhaus

Der Hafen Spelle-Venhaus liegt am Dortmund-Ems-Kanals (DEK) auf der östlichen Seite des Kanals und ist über die B 70 und BAB 30 direkt an das überörtliche Straßennetz angeschlossen. Im Jahr 2009 wurden rund 400.000 t (2008: 360.000 t) umgeschlagen. Hauptumschlaggüter sind trockenes und flüssiges Stück- und Schüttgut (Agrarprodukte, Futtermittel sowie Straßenbaustoffe, Steine/Erde, Öl etc.). Die Unternehmen in der Region, insbesondere aus der Windenergiebranche und dem Maschinenbau sehen aufgrund der steigenden Anzahl und Volumen der Transporte (Stückgewichte bis zu 300 t) die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Anbindung an das Binnenwasserstraßennetz sowie einer funktionalen Hafenerweiterung. Vor diesem Hintergrund wurde LNC vom Landkreis Emsland beauftragt, eine Potenzialanalyse mit dem Ziel durchzuführen, die Anforderungsprofile der Unternehmen an einen künftigen Hafenausbau aufzunehmen und daraus ein flächenbezogener Masterplan für die Hafenerweiterung abzuleiten und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen zu erarbeiten. Die Untersuchung hat gezeigt, dass signifikante Umschlagmengen im Bereich der Projektlogistik vorhanden sind und Transporte aufgrund zunehmender Stückgewichte und Volumen künftig nicht mehr vollumfänglich über die Straße abgewickelt werden können. Weiterhin wurde die dringende Notwendigkeit einer leistungsfähigen wasserseitigen Umschlagmöglichkeit für Projektlogistik in der Region Spelle/Rheine deutlich. Bei Nichtrealisierung sind Wettbewerbsnachteile und (langfristig) Verlagerungen von Unternehmensteilen zu erwarten. Darüber hinaus empfiehlt sich eine funktionale Entflechtung der Umschlagaktivitäten.

Bild: © Hafen Spelle-Venhaus GmbH